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Dipl.-Ing. Katharina Oertel erhält den Helmut-Hentrich Stiftungspreis

Die herausragende Diplomarbeit aus dem Sommersemester 2014 der Absolventin Katharina Oertel wurde in diesem Jahr mit den Helmut- Hentrich Stifungspreis ausgezeichnet

Katharina Oertel erhält eines der beiden Helmut-Hentrich-Reisestipendien

Die herausragende Diplomarbeit der Absolventin Katharina Oertel wurde in diesem Jahr mit den Helmut-Hentrich Stifungspreis ausgezeichnet. Beide Preisträgerinnen und Absolventinnen, Frau Oertel (TU Kaiserlautern) und Frau Katrin Recker (RWTH Aachen), erhalten jeweils 5.000 Euro in Form eines Stipendiums für eine Architekturreise.

Katharina Oertel hat im Sommersemester 2014 zum Thema „Wohnen und Leben um die Zähringer Thomaskirche“ ihr Diplom am Fachbereich Architektur der TU Kaiserslautern mit Auszeichnung abgelegt.

Die Jurysitzung und Bewertung der eingereichten studentischen Beiträge fand Anfang Juni unter Vorsitz von Professor Markus Allmann von der TU Stuttgart statt. Mit den weiteren Jurymitgliedern Frau Professor Anna Jessen (TU Darmstadt), Boris Schade-Bünsow (Chefredakteur Bauwelt), Benedikt Kraft (DBZ Deutsche BauZeitschrift) und Antonino Vultaggio (Kuratorium Helmut-Hentrich-Stiftung) wurden die eingereichten Pläne begutachtet und diskutiert.
Das Kuratorium der Helmut-Hentrich-Stiftung verleiht jährlich zwei Reisestipendien.

Die Entscheidung für die ausgewählten Arbeiten fiel, da diese insbesondere durch eine detaillierte Ausarbeitung und ihren sicheren formalem Ausdruck innerhalb der insgesamt 45 Einreichungen auffiel:

Wohnen und Leben um die Zähringer Thomaskirche
Katharina Oertel, TU Kaiserslautern, betreut/empfohlen von apl. Prof. Dr. Matthias Castorph

Erläuterungstext: Die Thomaskirche auf dem gleichnamigen Areal in Freiburg-Zähringen sollte saniert und umgenutzt werden, zudem galt es, vielfältige Wohnformen, sowie eine Kindertagesstätte zu entwickeln. Das Konzept der vorliegenden Arbeit basiert auf der räumlichen Umkehrung des Kirchenraums. Durch das Abnehmen des Kirchendaches und das Ummanteln mit einem vollwertigen Gebäudekörper, wird der ehemalige Kircheninnenraum zum Außenraum gekehrt.
Durch die präzise städtebauliche Setzung mit Wohnhaus erhält das Grundstück eine eindeutige räumliche Gliederung.

Jurystatement: Mit dieser sehr differenzierten und wohlüberlegten Arbeit ist es der Studentin gelungen, eine sinnvolle These zur Frage von „Weiterbauen“ und der Umnutzung von Kirchenbauten aufzustellen. Überraschend ist, dass ein ehemaliger Kircheninnenraum zu einem Außenraum in Form eines Hofes wird, den ein neues Wohnhaus umschließt. Das Projekt entwickelt sich konsequent aus dieser Umkehrung heraus. Im Sinne eines „Objet trouvé“ macht damit der vormalig spezifisch für die Aufgabe Kirche gestaltete Raum durch seine Eigenartigkeit das neue Kulturforum zu einem besonderen Ort. Die Ergänzung durch ein zweites eigenständiges Gebäude, bringt das Ensemble in eine überzeugende Balance. Die städtebauliche Setzung überzeugt.
Das gesamte Projekt ist verbindlich in seiner prinzipiellen Haltung, konkret in der architektonischen Umsetzung und präzise detailliert. Im Vordergrund steht dabei nicht ein spektakuläres architektonisches Objekt zu entwerfen sondern durch ein kritisch kluges Nachdenken über vermeintlich funktionale Bindungen und der Weiterentwicklung architektonischer Standards ein außergewöhnliches, gleichwohl unprätentiöses, Projekt entstehen zu lassen. (Markus Allmann)

Abbildung:
Die herausragende Diplomarbeit aus dem Sommersemester 2014 der Absolventin Katharina Oertel wurde in diesem Jahr mit den Helmut- Hentrich Stifungspreis ausgezeichnet