Fachbereich Architektur

Vortragsreihe im Wintersemester 22/23

Die Vortragsreihe im Wintersemester 22/23 am fatuk, kuratiert von Prof. Alexander Bartscher und Jun.-Prof. Max Otto Zitzelsberger, widmet sich einer neuen Architekturpraxis. Dazu wurden vier Büros aus Berlin, Paris und Gent in die Pfälzer Metropole geladen. Ausstellungen, Möbel, Innenräume aber auch Theorie und Lehre waren stets Teil des Tätigkeitsspektrums von Architekt:innen. Der Wandel des Berufs und des Berufsbilds bringt aber eine Verlagerung der Schwerpunkte mit sich. Das Bauen tritt vor allem bei jüngeren Büros immer mehr in den Hinter-, die theoretische Beschäftigung damit, das Reflektieren über Raum und Objekt jedoch sukzessive in den Vordergrund.

 

So präsentiert das Architekt:innen-Kollektiv c/o now aus Berlin eine große Bandbreite von diversen Projekten, Aktionen und Publikationen. Neben dem realisierten Wohnhaus „Where the Wild Morels Grow…“ in Brandenburg finden sich zum Beispiel auch die Publikation „Bayern, München. 100 Jahre Freistaat. Eine Raumverfälschung“ oder die temporäre Rauminstallation für das Festival „Tanz im August“ in Berlin. Nicolas Dorval-Bory Architectes aus Paris haben neben dem konstruktiv sehr dezidiert durchgearbeiteten und auch realisierten „Treehouse“ und einem umgebauten Loft in der Rue d’Athènes in Paris eine ganze Reihe kleiner und kleinster Objekt- und Möbelstücke in ihrem Portfolio. Veldwerk Architecten aus Gent beschäftigen sich beispielsweise neben dem Umbau eines Wohnhauses in Amsterdam, Titel „Luxury Monk“, vor allem mit Publikationen und Ausstellungsarchitekturen. An dieser Stelle wäre zu nennen die Konzeption und Umsetzung der Schau „Maatwerk / Maßarbeit“ für das Deutsche Architekturmuseum DAM in Frankfurt am Main und der Wanderausstellung „Alternative Histories“ in Zusammenarbeit mit Drawing Matter und der Architecture Foundation, jeweils mit entsprechender Publikation. Die vierte in dieser Reihe am fatuk geladene Position kommt von Doorzon Interieurarchitecten aus Gent. Auch hier finden sich in einer stattlichen Liste von Projekten neben Interieurarbeiten wie dem Wohnhaus „Kavel M“ in Gent von devylder vinck taillieu Möbelprojekte wie dem außergewöhnlichen Hocker für die Ausstellung im Belgischen Pavillon der Architekturbiennale in Venedig von 2016.

Alles in allem können diese vier Büros nur exemplarisch einen Trend aufzeigen, der als solcher noch nicht klar gefasst ist, und dessen Ursachen erst zu ergründen und zu thematisieren sind. Vielleicht ist diese Vortragsreihe ein geeigneter Rahmen, um jenen Fragen auf den Grund zu gehen.

 

 

 

 

Eine Online-Übertragung wird es nicht geben.

Alexander Bartscher und Max Otto Zitzelsberger im Herbst 2022

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